Grauer Star (Katarakt): Ursachen

Um die Ursachen und Risikoverstärker bestmöglich zu verstehen, ist ein kleiner Exkurs in die Anatomie des Auges notwendig. Das Auge besteht aus der vorderen und hinteren Augenkammer, aus komplexen Muskelverschränkungen und dem Sehnerv, der Hornhaut, der Linse und der Pupille. Die Netzhaut, die Aderhaut und der Glaskörper, die Regenbogenhaut und die Lederhaut beschließen die Anatomie des Auges. Wie sich erschließt, ist das menschliche Auge nicht nur das wichtigste, sondern auch das am komplexesten aufgebaute Sinnesorgan. Im Längsschnitt zeigt sich das Auge mit einer den gesamten Glaskörper umschließenden Netzhaut, den zahlreichen Blutgefäßen innerhalb der Netzhaut und der Linse. Grauer Star betrifft die Linse des Auges und erzeugt eine Eintrübung, die zur Sehminderung und den im vorangehenden Absatz aufgeführten Einschränkungen führt. Wie die Grauer Star Symptome, sind auch die Grauer Star Ursachen und Risikoverstärker vielseitig. Die Augenkrankheit kann angeboren, erblich bedingt oder im Laufe des Lebens erworben sein. Am bekanntesten ist der Altersstar, der Menschen ab dem 60. Lebensjahr betrifft und mit einer schleichenden, anfangs kaum wahrnehmbaren Schwächung der Sehstärke und Kontrastsicht einhergeht. Ebenso deutet ein schlechtes Sehvermögen oder die eingeschränkte Kontrastsicht bei Kindern auf Grauen Star hin. Wenn ein Kind im Vorschulalter bereits eine starke Sehhilfe benötigt, sollte das Auge auf Grauen Star untersucht werden. Je früher die Augenkrankheit erkannt wird, desto erfolgsorientierter lassen sich die Symptome durch einen operativen Eingriff behandeln.

Besondere Form des Grauen Stars: Der Myotoniestar

Eine besondere Form des Grauen Stars ist der Myotoniestar, bei dem es sich um eine vererbbare Muskelerkrankung des Auges handelt. Mit Zunahme der Muskelschwäche im Auge, verringert sich das Sehvermögen und Betroffene haben ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen und psychische Veränderungen. Im Gegensatz zum allgemeinbekannten Grauen Star handelt es sich bei dieser Ausprägung nicht um eine Augenerkrankung, sondern um eine Form der Muskelschwäche, die im Auge beginnt und andere wichtige Organe des Körpers betreffen kann. Der Myotoniestar wird oftmals als klassischer Grauer Star diagnostiziert. Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, muss der Arzt erkennen, dass der Betroffene nicht unter einem herkömmlichen Katarakt, sondern an einer muskulären Augenkrankheit leidet.

Risikofaktoren und Verstärker der Symptome

Verschiedene Grauer Star Ursachen und Verstärker der Symptome sind dafür verantwortlich, wie schnell die Erkrankung voranschreitet und wen sie betrifft. So sind Raucher weitaus häufiger von der Augenkrankheit betroffen als Nichtraucher. Auch erhöhter Alkoholkonsum fördert den Katarakt. Medikamente, beispielsweise die längere Einnahme von Kortison, sind ebenfalls als Risikoverstärker beim Grauen Star bekannt. Nährstoffmangel, Diabetes, eine Augenoperation oder Stoffwechselstörungen fördern die Augenkrankheit Grauer Star und auch eine Augenverletzung kann als Ursache in Frage kommen. Fakt ist ebenfalls, dass unter Kurzsichtigkeit leidende Menschen häufiger am Grauen Star erkranken als Menschen ohne diese Sehstörung. Bei der angeborenen Form des Grauen Star handelt es sich um einen genetisch bedingten Einfluss, der während der Schwangerschaft entsteht und durch Alkoholkonsum der Mutter oder durch deren Erkrankung an Röteln oder Masern begünstigt wird. Kommen Neugeborene mit Grauem Star auf die Welt, können die Ursachen in der Biographie der Mutter während der Schwangerschaft, wie auch in der erblichen Veranlagung und Vorerkrankungen der Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern begründet sein. Um das Risiko für Grauen Star zu mindern, ist Prävention der beste Schutz. Die Augen sind empfindliche Sinnesorgane, die durch Strahlen (beispielsweise UV-Strahlung) geschädigt werden. Direkte Blicke in die Sonne, vor allem in Höhenlagen und auf verschneiten Pisten, führen beispielsweise zu Verbrennungen der Netzhaut und schaffen eine Basis für Grauen Star. Mit Sonnen- und Spezialbrillen sollten bereits Kinderaugen geschützt und vor der Auswirkung der UV-Strahlung bewahrt werden. Da Nikotin und Alkohol nachweisliche Verstärker bei Grauer Star sind, ist der Verzicht auf Rauchen oder Alkoholkonsum ein effektives Mittel zum Augenschutz. Wer bereits unter einer Sehschwäche leidet, sollte diese Tipps besonders beherzigen und die Grauer Star Ursachen nicht durch eigene Handlungen verschlimmern. Bei einer geplanten Schwangerschaft empfiehlt sich eine Überprüfung des eigenen Impfschutzes. Kinderkrankheiten in der Schwangerschaft begünstigen den Grauen Star und führen dazu, dass eine Behandlung bereits beim Kleinkind nötig werden kann.

Grauer Star als Begleiterkrankung

Bei Stoffwechselstörungen, beispielsweise bei Diabetes kann es zum Grauen Star als Begleiterkrankung kommen. Ein ebenso hohes Risiko birgt Kalziummangel, da Kalzium ein wichtiges Segment für die Augengesundheit ist. Fehlen dem Körper essenzielle Nährstoffe und Vitamine, wirkt sich diese Mangelerscheinung auf die Sinnesorgane aus. Das Auge ist davon besonders betroffen, wodurch Grauer Star nicht nur als Folge zusätzlicher Erkrankungen, sondern auch als Folge einseitiger Ernährung auftreten kann. In seltenen Fällen kommt es nach einer aus anderen Gründen notwendigen Augenoperation zu einer Verschlechterung der Sehkraft und zu Lichtempfindlichkeit. Die Diagnose lautet auch hier oftmals Grauer Star, auch wenn der Betroffene vor dem Eingriff am Auge keinerlei Einschränkungen seiner Sehkraft aufwies. Der Katarakt gehört zu den deutschlandweit populärsten, aber auch bestmöglich behandelbaren Erkrankungen der Augen. Zum vollständigen Sehverlust führt er nur, wenn er nicht behandelt und vollständig ignoriert wird. Wer unter Diabetes leidet, ernährungsbedingte Mangelerscheinungen aufweist oder am Auge verletzt war, sollte regelmäßig den Augendruck prüfen und sich auf Grauen Star untersuchen lassen. Im Frühstadium lassen sich sämtliche Grauer Star Symptome mit Laser oder einer konventionellen Katarakt OP beseitigen.

Ungesunder Lebensstil als Ursache

Es ist erforscht, dass Rauchen und Alkohol den Grauen Star fördern und zu den in unserer westlichen Gesellschaft häufigsten Ursachen für Grauen Star gehören. Ebenso können die wechselnden einseitigen Ernährungstrends zur Augenkrankheit führen und die Sehschärfe mindern. Augenärzte warnen vor Zigarettenkonsum und dem übermäßigen Genuss von Alkohol. Auch wenn ein direkter Zusammenhang zwischen Zigarettenrauch, Alkohol und der Entwicklung von Grauen Star nicht nachgewiesen werden kann: Eine Begünstigung der Ausprägung bei bestehender Augenkrankheit ist bekannt. Gleiches gilt auch für Blicke in die Sonne oder rasante Abfahrten auf sonnigen, schneebedeckten Berghängen, die ohne eine schützende Spezialbrille erfolgen. Die Strahlung der Sonne schädigt das Augenlicht und gehört zu den häufigsten Ursachen, wenn Grauer Star diagnostiziert wird. Wie bereits oben beschrieben, besteht jedoch das größte Risiko bei fortschreitender Erkrankung in dem langsamen und schleichenden Eintritt der Sehstörung. Oftmals bemerken Betroffene dadurch nicht, dass sie nicht mehr über die volle Sehkraft verfügen und beispielsweise Farbkontraste nur noch marginal wahrnehmen. Da der Katarakt schmerzfrei verläuft und erst im fortgeschrittenen Stadium optisch an seiner typischen Linsentrübung erkennbar ist, wird die Gefahr einer Vergrößerung des Risikos durch oben genanntes Konsumverhalten oder die Einnahme von Medikamenten verstärkt. In Zeiten von Internet-Optikern und Brillen-frei-Haus-Lieferungen hat sich das Risiko unerkannter Grauer Star Erkrankungen darüber hinaus bei Menschen unter 50 Jahren erhöht, da der persönliche Kontakt für eine fachkundige Beratung fehlt. Personen, die bereits im Familienkreis mit dem Grauen Star konfrontiert wurden mit Symptomen oder Risikofaktoren in Berührung kommen, sollte bei Einschränkungen des Sehvermögens aufmerksam handeln und sich umgehend auf Grauen Star untersuchen lassen.

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